25 Nov

Arbeitsgerät der Zukunft? „HP Sprout Pro“ für Lehrer [ Anzeige ]

Wer sich als Lehrer mit digitalen Technologien beschäftigen will, braucht dazu längst kein Informatik-Studium mehr. Moderne Geräte und Programme lassen sich heutzutage einfach und intuitiv bedienen. So können wir uns als Anwender auf den Konsum und die Erstellung von Inhalten konzentrieren können. Ich sage es hier immer wieder: Computer dürfen Lehrkräften aus meiner Sicht keine Steine in den Weg legen. Sie müssen im Alltag einfach funktionieren. Das gilt meiner Meinung nach nicht nur für Software-Lösungen wie OneNote als digitales Notizbuch. Auch die verwendete Hardware, also die Geräte müssen einfach zu bedienen sein.

Microsoft gibt sich im Bereich „Education“ ja seit vielen Jahren Mühe, das Erstellen von Inhalten einfacher und die Bedienung von digitaler Technik zugänglicher zu machen. So haben Tablet-PCs wie das Surface Pro 4 zum Beispiel die komfortable Stiftbedienung etabliert. Die Handschrift-Funktion möchte ich jedenfalls nicht mehr missen. Das kürzlich angekündigte „Creators Update“ für Windows 10 will demnächst mit Paint 3D und weiteren Tools noch viele weitere Möglichkeiten bieten, kreativ am PC zu arbeiten.

OneNote für Lehrer - Banner

Der nächste Streich kommt jetzt von HP. Der Hardware-Hersteller ist in meiner Wahrnehmung bislang vor allem für herkömmliche PCs, Drucker und Scanner bekannt. Ich hatte in dieser Woche das Vergnügen, den HP Sprout Pro auszuprobieren. HP will das innovative Gerät im Bereich Education platzieren und hat mir deshalb für diesen Blog ein Testgerät zur Verfügung gestellt.

HP Sprout Pro auf dem Schreibtisch

Dabei stelle ich stellvertretend ganz praktische Fragen: Taugt dieser neuartige Computer als Arbeitsgerät der Zukunft – speziell für Lehrkräfte? Wie können Lehrer und auch Schüler die Möglichkeiten des HP Sprout Pro sinnvoll nutzen, um etwas dazuzulernen und sich auszuprobieren?

Was ist der HP Sprout Pro für ein Gerät?

Vorab halte ich es für sinnvoll, dieses ungewöhnliche Gerät erst mal zu erklären: Der HP Sprout Pro fällt in die Kategorie „All-in-One-PC“. Das heißt: Es gibt kein klobiges Rechner-Gehäuse, das unter oder auf dem Schreibtisch steht und an das man separat einen Bildschirm anschließen muss. Die komplette Technik steckt bereits im 23-Zoll-Monitor, der sich zudem bequem als Touchscreen bedienen lässt. So weit, so klar.

HP Sprout Pro von vorne

Spannend wird das Gerät vor allem beim Zusatz-Equipment, das für mich komplett neu ist und mir beim Ausprobieren viel Freude gemacht hat – vor allem im Zusammenspiel mit der dazugehörigen Software.

2-in-1-Aufsatz: Kamera und Projektor

Erklärungsbedürftig ist zunächst sicher der markante Aufsatz mit Kamera und Projektor, der oben fest am Monitor befestigt ist und die Fläche vor dem PC im Blick hat – da wo sonst eigentlich Tastatur und Maus bereit liegen.

Kamera-Projektor am HP Sprout Pro

Die einfachste Funktion: Der Aufsatz kann einen klassischen Scanner ersetzen. Ich kann Dokumente wie Zeitschriften-Artikel oder Briefe einfach vor den Bildschirm legen und diese dann quasi in wenigen Sekunden abfotografieren lassen. Das funktioniert direkt über die mitgelieferte Software, den „sprout workspace“. Ich dimme das Licht, lege einfach das Dokument – hier im Beispiel eine Postkarte – auf die Matte vor dem Rechner. Dann starte ich den Scan-Vorgang.

Die Qualität ist auf den ersten Blick nicht ganz so gut wie bei klassischen Scannern oder Kopierern, aber allemal ausreichend für die schnelle Bearbeitung oder Archivierung.

In diesem Blog ist es mir natürlich auch wichtig, das Zusammenspiel mit OneNote als digitalem Notizbuch im Blick zu behalten. Kurz gesagt: Alles, was ich mit dem HP Sprout Pro einscanne, kann ich über die Druckfunktion direkt auch in OneNote einfügen. Praktisch!OneNote-Scan vom HP Sprout ProMan sollte auf jeden Fall noch wissen, dass der Projektor am besten in einem abgedunkelten Raum funktioniert und ein konstantes hörbares, aber nicht störendes Lüfter-Rauschen von sich gibt – so wie bei einem Beamer.

Zweiter „Bildschirm“ dank Touch Mat

Ich habe sie gerade schon erwähnt: Vor dem HP Sprout Pro liegt eine Matte, die ähnlich wie ein großes Touchpad oder ein Grafiktablett funktioniert. Sie kann bis zu 20 Berührungen gleichzeitig erkennen kann. Die gerade erwähnte „Projektor-Kamera“ zeigt auf dieser „Touch Mat“ einen zweiten Bildschirm an. So entsteht eine weitere Bedienoberfläche, die viel Charme hat.

Touch Mat zum HP Sprout Pro

Das Prinzip ist ähnlich wie bei der mobilen Spielekonsole Nintendo DS, die ja auch einen zweiten Bildschirm für Zusatzfunktionen hat. Ich kann nun bei der Bedienung nahezu ohne Maus auskommen, weil ich wahlweise den Bildschirm-Touchscreen oder die „Touch Mat“ berühren kann. Bei Bedarf kann ich auf der Matte auch die in Windows 10 gewohnte Bildschirm-Tastatur einblenden lassen und so Texte tippen. Man muss sich allerdings daran gewöhnen, dass man die projizierte Oberfläche immer wieder mit den eigenen Händen und Armen verdeckt.

Nach kurzer Eingewöhnung hat man Dreh raus und weiß, wann man wo welchen Screen benutzen sollte. Leider sind die Menüs der mitgelieferten Apps nicht immer einheitlich: Gerade bei komplexeren Programmen muss man mal auf den Bildschirm, mal auf die Matte tippen. Das sollten die Macher noch optimieren.

Jetzt wird’s praktisch: Eingescannte Objekte – wie die Postkarte gerade – kann ich nun beliebig per Hand auf einer virtuellen Leinwand hin- und herschieben. Das klappt flüssig und fühlt sich absolut echt an – auch ohne echte Postkarte.

virtuelle Postkarte

Das ist natürlich nur ein erster Vorgeschmack darauf, wie Schüler so aus verschiedenen Elementen ein kleines Kunstwerk erschaffen können. Die meisten der verfügbaren Apps sind auf diese Form von kreativem Arbeiten ausgelegt und scheinen sich vorrangig an jüngere Kinder zu richten: Man kann zum Beispiel Bilder ausmalen oder Collagen aus vorgefertigten Elementen erstellen – wirklich intuitiv und nahezu haptisch. Dabei sind schnelle und ansehnliche Erfolgserlebnisse möglich.

Kreatives Arbeiten mit dem HP Sprout Pro

Einige der verfügbaren Apps sehe ich wiederum mehr als Spielerei und Funktions-Demo an: Wer will schon ernsthaft auf einer Touch-Matte Klavier spielen lernen? Welcher DJ wird den HP Sprout Pro ernsthaft als Turntable in der Disco nutzen?

3D-Objekte scannen

Die 3D-Funktionen sind vermutlich das, was die meisten Käufer am HP Sprout Pro reizt und wovon sie sich den größten Mehrwert versprechen. Dafür ist zusätzlich ein kleines rundes Podest erhältlich, das das Einscannen von kleinen Gegenständen und sonstigen Objekten möglich macht.

Die „Capture Stage“ wird auf die Matte vor dem HP Sprout Pro aufgebaut. Das jeweilige Objekt stellt man dann einfach auf die gummierte Oberfläche. Beim Scan-Vorgang dreht sich die Plattform automatisch und hält dabei in 6 unterschiedlichen Positionen an. Bei Bedarf neigt sich das Podest auch, um ein Objekt wirklich dreidimensional erfassen zu können. Wie so ein Scan-Vorgang aussieht, zeigt dieses kurze Video:

Den Scan-Zyklus kann man für ein besseres Ergebnis mehrfach wiederholen. In meinem Kurztest klappte der gesamte 3D-Scan mal besser, mal schlechter. Ein grünes Plastik-Sparschwein wurde gut erkannt und nahm am Bildschirm schnell Form an.

3D-Scan mit HP Sprout Pro

Trotz mehrerer Versuchen kamen bei einer einfachen gelben Tasse leider immer wieder löchrige 3D-Modelle mit mehreren Henkeln heraus. Das kann natürlich an vielen Faktoren wie der Lichtstimmung, der glänzenden Oberfläche der Tasse oder sonstigen Anwenderfehlern gelegen haben. Aber: Solche Fehler können natürlich auch Schülern passieren und frustrieren.

Tassen-3D-Scan am HP Sprout Pro

Selbstverständlich kann man einscannte 3D-Objekte im Nachgang auch speichern oder bearbeiten. Wer einen 3D-Drucker zur Verfügung hat, kann die bearbeiteten Objekte später sogar wieder im richtigen Leben anfassen. Willkommen in der Zukunft!

Gesamteindruck vom HP Sprout Pro

Unterm Strich: Ich finde es faszinierend, was mittlerweile mit erschwinglicher Technologie möglich ist! Der HP Sprout Pro bringt einen Hauch „Science Fiction“ ins Klassenzimmer. Es muss also nicht immer Basteln, Malen und Töpfern sein: Das Gerät kann Schüler dabei unterstützen, auch mit digitalen Mitteln kreativ zu sein – auch wenn die Ergebnisse am Ende nicht immer perfekt sind.

Viel spannender und wichtiger finde ich im Bildungsbereich aber einen ganz anderen Effekt: Die Schüler kommen überhaupt mal mit diesen Technologien in Kontakt! Sie können Berührungsängste abbauen und technologische Konzepte wie Touch-Bedienung, Projektor oder 3D-Scan kennen und verstehen lernen. In Zeiten der Digitalisierung und veränderten Arbeitswelten halte ich diese Kompetenzen für grundlegendes Know-How.

Insofern ist es löblich, dass sich HP auf diesem Gebiet nun engagiert. Wenn der HP Sprout Pro bei Lehrern gut ankommt und auch bei Schülern Anklang findet, wird es spannend sein zu sehen, wie kommende Modelle diese Möglichkeiten noch perfektionieren. Für eine erfolgreiche Positionierung im Bildungsbereich müssen meines Erachtens jetzt vor allem noch mehr sinnvolle Apps und Anwendungen her, die auch ältere Schüler und Erwachsene ansprechen. Im besten Fall sollten dafür auch die Kooperationen mit anderen Software-Herstellern wie Adobe oder auch Microsoft noch weiter ausgebaut werden, die ja ebenfalls im Education-Bereich aktiv sind. Gemeinsam mit ihnen und solchen innovativen Geräten kann HP sicher eine ganze Menge bewegen.

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Offenlegung:
Bei diesem Artikel handelt es sich einen sogenannten „Sponsored Post“, also einen bezahlten Artikel mit werblichem Hintergrund. Das Testgerät wurde mir als Autor zur Verfügung gestellt. Ich habe es nach der Testphase an den Auftraggeber zurückgesendet.

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Ein Gedanke zu „Arbeitsgerät der Zukunft? „HP Sprout Pro“ für Lehrer [ Anzeige ]

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