06 Okt

Surface Book und Surface Pro 4: Microsoft stellt neue Tablet-PCs vor

Surface Pro 4

Microsoft hat heute ein echtes Hardware-Feuerwerk gezündet, und es dabei tatsächlich geschafft, ein paar Überraschungen zu präsentieren.

Einige Neuigkeiten waren bereits vor dem heutigen Event bekannt geworden, zum Beispiel das Lumia 950 / Lumia 950 XL als erstes Microsoft-Handy mit Windows 10 Mobile, das technisch auf dem neuesten Stand ist und das bereits angekündigte Continuum-Feature beherrscht. Auch auf das Microsoft Band 2 hatten viele Fans gehofft: Der überdurchschnittlich smarte Fitness-Tracker soll – anders als das Vorgänger-Modell – nun auch in Deutschland auf den Markt kommen.

Für alle OneNote-Fans sind aber sicher die Neuheiten rund um die Surface-Devices interessanter. Erst mit der dritten Auflage im vergangenen Jahr hatte die Surface-Reihe ja eine bemerkenswerte Aufmerksamkeit erzielen können, endlich für zufriedenstellende Verkaufszahlen gesorgt und auch den Weg in viele Lehrer-Haushalte gefunden. Zum Marktstart durfte ich den Tablet-PC damals als Microsoft Produkttester ausprobieren – fand aber neben grundsätzlicher Begeisterung nicht nur lobende Worte für den mittlerweile beliebten Allrounder.

Immerhin: Meines Erachtens hat das Surface Pro 3 unterm Strich dazu beigetragen, den Bekanntheitsgrad von OneNote erheblich zu steigern und die Bedienung per Stift ein Stück weit etabliert.

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Auch bei der heutigen Präsentation war OneNote immer wieder aktiv im Einsatz und in den kurzen Videos zu sehen. Und: Auf gleich zwei neue Geräte aus der Surface-Reihe können wir uns jetzt freuen. Beide kann man in Kürze vorbestellen. Beide sind ab dem 26. Oktober 2015 erhältlich:

  • Surface Pro 4
    Zu erwarten war das neue Surface Pro 4, das ab 899 Dollar in den Verkauf geht. Die Eckdaten und Entwicklungen für das neue Modell machen auf jeden Fall neugierig.
    Erfreulich: Das Surface Pro 4 wird auch wieder von Haus aus mit einem Stift geliefert. So können OneNote-Fans auch weiterhin ihre digitalen Notizen in Handschrift erstellen. Der neue Stift ist in 5 Farben erhältlich und mit 1024 Druckstufen noch empfindlicher. Wie ein echter Bleistift hat er eine Art Radiergummi auf der gegenüberliegenden Spitze. Vorteilhaft: Man muss den Stift nicht mehr per angeklebter Stoff-Schlaufe am Tastatur-Dock befestigen. Ein Magnet hält den Surface-Stift am Tablet-Gehäuse fest.
    Das Surface Pro 4 sei potentiell 30 Prozent schneller als das Vorgänger-Modell – dank stärkerer Hardware. Für eine endgültige Einschätzung der „inneren Werte“ müssen wir wohl auf unabhängige Tests warten. Anders als spekuliert, hat sich an der Display-Größe nichts geändert. Dass das neue Surface dabei mit 8,4 mm noch einmal schlanker geworden ist, macht den Schulalltag mit Tablet-PC und Stift aber sicher noch einmal angenehmer.
    Microsoft hat zudem ein neues Tastatur-Dock entwickelt, das leichter und schmaler sein soll. Es hat ein größeres Trackpad und einen Fingerabdruck-Scanner zum bequemen Einloggen. Es funktioniert übrigens auch mit dem Surface Pro 3.


  • Surface Book
    Für den besonderen Aha-Effekt hat heute das neue Surface Book gesorgt, der erste vollständige Microsoft-Laptop und angeblich der schnellste Laptop der Welt. Das Gehäuse ist aus Aluminium, das Display ein wenig größer als beim Surface Pro 4, und ein flexibel biegsames Scharnier sorgt für mehr Stabilität.
    Erst am Ende der Präsentation setzt Microsoft auf den Überraschungseffekt: Das Surface Book ist ein Convertible! Das heißt: Man kann das Display von der Tastatur abnehmen, es wie ein Tablet nutzen oder auch umgedreht wieder anstecken.
    Auf dem Surface Book laufen offenbar aktuelle Spiele in guter Auflösung, auch Videobearbeitung und 3D-Rendering seien problemlos möglich – natürlich auch per Stift-Bedienung. Bei Preisen ab 1.499 Dollar spricht das Gerät wohl vor allem Nutzer in der Business- oder Luxus-Klasse an.

Mein Fazit:

Unterm Strich sind das Surface Pro 4 und das Surface Book sicher reizvolle Neuerscheinungen mit viel Rechen-Power. So spannend ich beide Geräte finde: Die Preise sind mir persönlich (noch) deutlich zu hoch.

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Immerhin: Während der Fokus bei Microsoft nun auf der Vermarktung dieser neuen Modelle liegen wird, sinken die Preise für den Vorgänger bereits seit Wochen. Das günstigere Surface Pro 3 müsste den meisten OneNote-Nutzern und für den durchschnittlichen Lehreralltag mit Office-Programmen und Internet-Surfen auf jeden Fall genügen.

Weitere Empfehlungen rund um Software und Hardware findest Du auf der Seite Produkt-Links.

UPDATE:
Dieser Artikel wurde gestern versehentlich in einer fehlerhaften Vorab-Version veröffentlicht. Den Entwurf habe ich heute während des tatsächlichen Microsoft Events mit den entsprechenden Fakten aktualisiert. Für die Verwirrung bitte ich um Entschuldigung.

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