18 Apr

Was ist OneNote? Was kann OneNote?

„Wenn OneNote so toll sein soll: Warum kennt das dann kaum jemand?“ – Diese Frage hat mir mein Freund immer wieder gestellt, wenn ich ihn von OneNote als perfekte Lösung für den Lehreralltag überzeugen wollte.

Tatsächlich ist OneNote bereits seit 2003 fester Bestandteil von Microsoft Office. Dieses bekannte Software-Paket haben Millionen Menschen auf ihrem PC installiert. Standard-Programme wie die Textverarbeitung Word und das Mail-Programm Outlook kennen und nutzen die meisten von ihnen, wenn sie zum Beispiel einen Brief oder eine E-Mail schreiben. Auch das Präsentations-Tool PowerPoint und die Tabellenverarbeitung Excel sind mittlerweile vielen bekannt. Vor allem beruflich kommen diese Programme zum Einsatz, auch wenn man in der Regel nur einen Bruchteil der vielen angebotenen Funktionen nutzt.

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OneNote dagegen wurde von Microsoft selbst anfangs kaum beworben und eher stiefmütterlich behandelt. Dabei schlummert es  auf den meisten Computern mit Microsoft Office wie ein unentdeckter Software-Schatz.

Immer bekannter, immer mehr Funktionen

In den vergangenen Jahren hat sich der Bekanntheitsgrad von OneNote endlich stark gesteigert. Die Software hat mit den Jahren und von Version zu Version immer mehr Funktionen hinzubekommen. Dank der Integration in die Microsoft-Cloud OneDrive (früher: SkyDrive) kann sie mittlerweile ihre Stärken voll ausspielen. Der Siegeszug von Tablet-PCs und Smartphones mit Touch- und/oder Stift-Bedienung kam dem Bedürfnis nach einem digitalen Notizbuch aus meiner Sicht ebenfalls entgegen.

Das Konkurrenzprogramm Evernote hatte sich zwischendurch einen Vorsprung in der Beliebtheit erarbeitet und in demselben Aufgabenbereich positioniert. Microsoft musste reagieren: Mittlerweile steht OneNote 2016 für alle Anwender komplett kostenlos zur Verfügung – auf allen Endgeräten vom Handy über Tablet bis hin zum Desktop-Rechner. Auf Smartphones mit dem hauseigenen Betriebssystem Windows Phone / Windows 10 Mobile ist OneNote sogar vorinstalliert. Die Apps für Apple– und Android-Devices gibt’s gratis als Download im jeweiligen App-Store. So kann wirklich jeder seine Notizen auf nahezu jedem Gerät ansehen und flexibel bearbeiten – im Notfall sogar ohne feste Installation in jedem Internetbrowser: Dafür gibt es eine Online-Version von OneNote mit vereinfachter Web-Oberfläche.

Die Vorteile von OneNote

Ein digitales Notizbuch also. Wer OneNote nutzt, kann tatsächlich seinen gebundenen Kalender, sein Notizheft und seine Zettelwirtschaft aufgeben. Du sparst auf Dauer jede Menge Papier: Skizzen oder handgeschriebene Notizen sind in dem Programm kein Problem. Anders als ein kleines „echtes“ Büchlein kann Dein digitales Notizbuch auch nicht so leicht verloren gehen. Du kannst Deinen Notizen nicht nur auf dem Computer speichern, sondern auch online in der Cloud hinterlegen.

In der Einleitung zu diesem Blog habe ich Dir noch mehr Möglichkeiten versprochen, die Dich jetzt hoffentlich nicht abschrecken: Prinzipiell lässt sich nicht nur Text, sondern jede Art von Grafiken, Bilder, Listen, Dokumenten und Notizen in OneNote bequem verwalten. Besser noch: In OneNote kannst Du zahlreiche multimediale Inhalte wie E-Mails, Webseiten, Videos und vieles mehr einfügen. Du kannst auch echte Briefe einscannen oder abfotografierte Tafelbilder einfügen, genauso wie Landkarten und sonstige Bildschirmausschnitte. Wenn Du eine Buchseite oder einen Zeitschriftenartikel einscannst, erkennt OneNote sogar den Text in dem Bild, so dass Du danach suchen kannst.

Genial sind auch die Möglichkeiten der Zusammenarbeit: Alle Inhalte in Deinem digitalen Notizbuch kannst Du nach nur wenigen Klicks per Internet mit Lehrerkollegen, Schülern oder auch Eltern teilen. Wenn Du das willst, kannst Du mit ihnen gemeinsam an einzelnen Abschnitten arbeiten und so alle Beteiligten auf demselben Stand halten. Und: Alle Inhalte kannst Du am Ende natürlich auch wieder auf Papier ausdrucken oder gezielt in anderen Formaten abspeichern und exportieren, zum Beispiel als PDF- oder Word-Datei. Flexibler geht’s nicht!

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Wenn Du Dich von den vielen Funktionen überrumpelt fühlst, dann mach Dir jetzt bitte keine Sorgen: Wie das alles mit OneNote ganz einfach funktioniert, erkläre ich Dir natürlich auch nach und nach in diesem Blog – Schritt für Schritt. Für den schnellen Einstieg empfehle ich Dir meine Grundlagen-Artikel.

OneNote kommt der sogenannten „eierlegenden Wollmilchsau“ schon sehr nahe. Du wirst erstaunt sein, wie die Software Dich bei vielen Arbeitsschritten intuitiv unterstützt. Im nächsten Artikel werde ich Dir die grundsätzliche Ordnung und Logik in OneNote erklären.

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